Lebensabschnitte

Sehr geehrter Herr Landrat, liebe Kollegen, liebe Mitarbeiter, sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gemeinde,

manch einer könnte bei „liebe Gemeinde“ auf den Gedanken kommen, ich spräche hier auch als Pfarrer.
Nein, ich bin Psychiater und Psychotherapeut und bezüglich der Versorgungsfragen und der damit verbundenen Ökonomiesystematik ein Kommunikator und Organisator in weiten Belangen der Gemeindepsychiatrie.

Sie alle leben im Einzugsbereich einer psychiatrischen Klinik mit Pflichtversorgung. Ihr Gebiet wird außerhalb der Klinik von einem Gemeindepsychiatrischen Verbund versorgt, in dem sich all die verschiedenen Dienste und Hilfsangebote in Kooperationen zusammen finden, die von den Bewohnern benötigt werden.
Sie alle haben Nachbarn, Bekannte, Freunde, Angehörige und Mitbürger, die zu einem bestimmten Zeitpunkt diese psychiatrischen Behandlungs- und Hilfsangebote brauchen, brauchen werden, oder bereits auf solche integrierte Angebote angewiesen waren.
Für die gemeindenahe psychiatrische Versorgung müssen wir uns die Frage stellen, wie wir es erreichen können, unsere Mitbürger auch außerhalb von Grillpartys und Joggingstrecken als autonome Mitmenschen wahrzunehmen, als Menschen, die das gleiche Menschsein teilen wie sie und ich.

Jeder von uns hat das Potential psychisch krank zu werden und Anrecht auf eine moderne, fachgerechte, menschliche und wohnortnahe Psychiatrie.

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TK fordert Qualitätssicherung für Psychotherapie

(Hamburg, 3. Februar 2010/Abdruck) Das reparaturbedürftige Auto kommt in die Werkstatt, wer es an den Zähnen hat, wendet sich an seinen Zahnarzt und wer eine kranke Seele hat, sucht Hilfe bei einem Psychotherapeuten. Doch anders als in der Werkstatt oder beim Zahnarzt, gibt es beim Therapeuten keinen detaillierten Kostenvoranschlag, der erklärt, was genau gemacht wird und auch kaum Möglichkeiten, die Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Behandlungen zu überprüfen. Doch wie kann man sicher sein, die richtige therapeutische Unterstützung zu bekommen? Die Techniker Krankenkasse (TK) kritisiert, dass viele psychisch kranke Patienten in Deutschland nicht die Behandlung bekommen, die sie brauchen, Weiterlesen

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Demenz und mediterrane Ernährung

Kognition unter mediterraner Ernährung
Schutz vor MCI und Alzheimer-Demenz

Eine aktuelle US-amerikanische Studie bietet gute, neue Argumente für eine mediterrane Kost: Olivenöl, Gemüse & Co. Wirken einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (Mild cognitive impairment, MCI) entgegen – und scheinen sogar den Ausbruch einer Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) zu verzögern.

Die Forscher ermittelten bei 1875 Personen im Durchschnittsalter von 76,9 Jahren per Fragebogen auf einer Sakala von Null bis Neun, ob sich diese wenig (null) oder stark (neun) an eine mediterrane Diät hielten. Dann wurde die Assoziation der Adhärenz zur MCI-Inzidenz bzw. zur Progression einer MCI zur Alzeimer-Demenz bestimmt.

Nach einem Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 4,5 Jahren wiesen 275 der 1393 zu Studienbeginn kognitiv Gesunden Symptome der MCI auf. Das Risiko dafür korrelierte eindeutig mit der Ernährungsweise: So wurde die Gefahr in der mittleren Tertile der Adhärenz im Vergleich zur unteren Tertile um 17 %, in der oberen um 28 % gesenkt. Von den 482 Patienten, bei denen zu Studienbeginn bereits eine MCI diagnostiziert worden war, wurde bei 106 nach durchschnittlich 4,3 Jahren eine Alzheimer-Demenz festgestellt. Erneut stand das Risiko in Zusammenhang mit der Ernährungs-Adhärenz: Die Studienteilnehmer in der mittleren Tertile wiesen im Vergleich zur unteren Tertile ein um 45 % geringeres Risiko für die Progression der MCI zur Alzheimer-Demenz auf. In der obersten Tertile lag die Verringerung auf ähnlichem Niveau bei 48 %.
(Scarmeas N et al.: Mediterranean diet and mild cognitive impairment. Arch Neurol 66 (2009) 216-225)

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Angstgedächtnis ausradieren

Rezeptorblocker löscht Angstassoziationen im Gedächtnis (Wissenschaft.de)
“…Eine spezielle Substanz kann Angstzustände aus dem sogenannten Angstgedächtnis löschen. Dieses Angstgedächtnis speichert Erinnerungen an vormalige traumatische Erlebnisse und belastet Menschen, wenn diese Erinnerungen wieder abgerufen werden. In einem kontrollierten Laborexperiment konnten niederländische Forscher um Merel Kindt von der Universität Amsterdam Inhalte aus dem Angstgedächtnis ausradieren – und das auf Dauer. Selbst längere Zeit nach dem Experiment schreckten die Probanden nicht mehr vor den Angstreizen des Experiments zurück. Weiterlesen

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Psychoedukations-Kongress

6. Psychoedukations-Kongress in Basel

am 20./21.3.2009

ausgerichtet von der „Deutschen Gesellschaft für Psychoedukation“ (dgpe e.V.)

zusammen mit den “Universitären Kliniken in Basel” (Direktor: Prof. F. Müller-Spahn)

Das Kongress-Motto lautet:

“Psychotherapeutische Dimensionen in der Psychoedukation”.

Veranstalter: PD Dr. J. Bäuml, Fr. Dr. G. Pitschel-Walz, Fr. Dr. K. Rabovsky,
Fr. Prof. Dr. G. Stoppe, Prof. Dr. F. Müller-Spahn.

Zahlreiche namhafte Vertreter aus den Bereichen Psychiatrie und Psychotherapie referieren zur oben genannten Thematik mit dem Versuch, sowohl die neuesten Ergebnisse zur Psychoedukationsforschung, neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Psychoedukation als auch innovative Anregungen zur flächendeckenden Implementierung dieser Methode zu vermitteln.
In das Kongressprogramm sind sowohl am Freitag als auch am Samstag jeweils 1 Workshop-Block integriert; dort steht eine reichhaltige Palette von 23 verschiedenen WS zur Auswahl, die von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Psychoedukation bei schizophrenen Erkrankungen“ geleitet werden und sich auf alle wesentlichen Krankheitsbilder unseres Faches erstrecken.
Das Kongress-Programm kann über www.dgpe.de eingesehen werden. Dort ist auch das Anmelde-Procedere genau beschrieben.

Anmeldung über folgende Mail-Adresse: registration@organizers.ch
Das Kongress-Programm entnehmen Sie der unten beschriebenen pdf-Datei.

PD Dr. Josef Bäuml
1. Vorsitzender der dgpe
TU München

Fr. Dr. Gabi Pitschel-Walz, Dipl. Psych.
2. Vorsitzende der dgpe
TU München

Mehr Information unter: http://www.dgpe.de

oder aus dem Veranstaltungsflyer unter:
[http://media.dgppn.de/mediadb/media/dgppn/pdf/veranstaltungen/2009/2009-psychoedukation-programm.pdf]

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