(Hamburg, 3. Februar 2010/Abdruck) Das reparaturbedürftige Auto kommt in die Werkstatt, wer es an den Zähnen hat, wendet sich an seinen Zahnarzt und wer eine kranke Seele hat, sucht Hilfe bei einem Psychotherapeuten. Doch anders als in der Werkstatt oder beim Zahnarzt, gibt es beim Therapeuten keinen detaillierten Kostenvoranschlag, der erklärt, was genau gemacht wird und auch kaum Möglichkeiten, die Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Behandlungen zu überprüfen. Doch wie kann man sicher sein, die richtige therapeutische Unterstützung zu bekommen? Die Techniker Krankenkasse (TK) kritisiert, dass viele psychisch kranke Patienten in Deutschland nicht die Behandlung bekommen, die sie brauchen, read more…
Kognition unter mediterraner Ernährung
Schutz vor MCI und Alzheimer-Demenz
Eine aktuelle US-amerikanische Studie bietet gute, neue Argumente für eine mediterrane Kost: Olivenöl, Gemüse & Co. Wirken einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (Mild cognitive impairment, MCI) entgegen – und scheinen sogar den Ausbruch einer Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) zu verzögern.
Die Forscher ermittelten bei 1875 Personen im Durchschnittsalter von 76,9 Jahren per Fragebogen auf einer Sakala von Null bis Neun, ob sich diese wenig (null) oder stark (neun) an eine mediterrane Diät hielten. Dann wurde die Assoziation der Adhärenz zur MCI-Inzidenz bzw. zur Progression einer MCI zur Alzeimer-Demenz bestimmt.
Nach einem Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 4,5 Jahren wiesen 275 der 1393 zu Studienbeginn kognitiv Gesunden Symptome der MCI auf. Das Risiko dafür korrelierte eindeutig mit der Ernährungsweise: So wurde die Gefahr in der mittleren Tertile der Adhärenz im Vergleich zur unteren Tertile um 17 %, in der oberen um 28 % gesenkt. Von den 482 Patienten, bei denen zu Studienbeginn bereits eine MCI diagnostiziert worden war, wurde bei 106 nach durchschnittlich 4,3 Jahren eine Alzheimer-Demenz festgestellt. Erneut stand das Risiko in Zusammenhang mit der Ernährungs-Adhärenz: Die Studienteilnehmer in der mittleren Tertile wiesen im Vergleich zur unteren Tertile ein um 45 % geringeres Risiko für die Progression der MCI zur Alzheimer-Demenz auf. In der obersten Tertile lag die Verringerung auf ähnlichem Niveau bei 48 %.
(Scarmeas N et al.: Mediterranean diet and mild cognitive impairment. Arch Neurol 66 (2009) 216-225)
Rezeptorblocker löscht Angstassoziationen im Gedächtnis (Wissenschaft.de)
“…Eine spezielle Substanz kann Angstzustände aus dem sogenannten Angstgedächtnis löschen. Dieses Angstgedächtnis speichert Erinnerungen an vormalige traumatische Erlebnisse und belastet Menschen, wenn diese Erinnerungen wieder abgerufen werden. In einem kontrollierten Laborexperiment konnten niederländische Forscher um Merel Kindt von der Universität Amsterdam Inhalte aus dem Angstgedächtnis ausradieren – und das auf Dauer. Selbst längere Zeit nach dem Experiment schreckten die Probanden nicht mehr vor den Angstreizen des Experiments zurück. read more…
Studie: Antidepressiva haben kaum Wirkung
Proteste der Hersteller
Pressemitteilung der DGPPN
(dgppn-pm08-03-antidepressivaweb.pdf)
Nicht jede Studie ist entscheidend, ob die Ergebnisse dem Patienten nutzen oder nicht. Sicher hat diese Meta-Studie viele Arbeiten, auch Zulassungsstudien und vor allem Studien, die nicht publiziert oder sogar zurückgehalten wurden, verarbeitet. Das ist der Vorteil dieser Studie. Damit hören aber auch schon die Vorteile aus der Sicht des Klinikers wieder auf.
In der klinischen Praxis haben die modernen Antidepressiva einen unschätzbaren Vorteil und wir sehen Wirkungen, wir hören von Patienten, dass es ihnen hilft – oft mit der Äußerung: “Warum ist nicht schon früher jemand auf die Idee gekommen, mir diese Medikamente zu geben?” Die Antidepressiva-Studie behandelt nur 4 Substanzen, wir benutzen aber einige mehr.
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Bei den vielen Websites im Internet, die sich zu Psychoedukation äußern, kann man sich wirklich die Frage stellen: Warum noch eine Website zu Psychoedukation wichtig sein soll. Ob wichtig oder unwichtig muss dem Leser überlassen werden. Aus meiner Alltäglichen Arbeit erlebe ich es, dass trotz der Vielfalt an Informationsmöglichkeiten, immer noch Fragen offen stehen. Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, die Psychoedukation in einem Weblog zu behandeln. Das Medium Weblog erlaubt mir, auf aktuelle Fragen in den Medien, von Patienten, Angehörigen, Kollegen usw., oder meine eigenen zu reagieren und evtl. direkt gestellte Fragen hier zu beantworten. Die Systematik zu Krankheiten, Medikamenten, Psychotherapie und Psychiatrie wird dabei durch die Zuordnung zu Kategorien hergestellt, so dass die Möglichkeit gegeben ist, gezielt zu suchen. Auf diese Weise ist die Lebendigkeit durch das Medium Weblog gegeben und die systematische Ordnung durch die Sortierung in Kategorien während des Weblog-Wachstums ermöglicht. Die Lebendigkeit und Ordnung wachsen sozusagen miteinander. read more…