Demenz und mediterrane Ernährung

Kognition unter mediterraner Ernährung
Schutz vor MCI und Alzheimer-Demenz

Eine aktuelle US-amerikanische Studie bietet gute, neue Argumente für eine mediterrane Kost: Olivenöl, Gemüse & Co. Wirken einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (Mild cognitive impairment, MCI) entgegen – und scheinen sogar den Ausbruch einer Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT) zu verzögern.

Die Forscher ermittelten bei 1875 Personen im Durchschnittsalter von 76,9 Jahren per Fragebogen auf einer Sakala von Null bis Neun, ob sich diese wenig (null) oder stark (neun) an eine mediterrane Diät hielten. Dann wurde die Assoziation der Adhärenz zur MCI-Inzidenz bzw. zur Progression einer MCI zur Alzeimer-Demenz bestimmt.

Nach einem Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 4,5 Jahren wiesen 275 der 1393 zu Studienbeginn kognitiv Gesunden Symptome der MCI auf. Das Risiko dafür korrelierte eindeutig mit der Ernährungsweise: So wurde die Gefahr in der mittleren Tertile der Adhärenz im Vergleich zur unteren Tertile um 17 %, in der oberen um 28 % gesenkt. Von den 482 Patienten, bei denen zu Studienbeginn bereits eine MCI diagnostiziert worden war, wurde bei 106 nach durchschnittlich 4,3 Jahren eine Alzheimer-Demenz festgestellt. Erneut stand das Risiko in Zusammenhang mit der Ernährungs-Adhärenz: Die Studienteilnehmer in der mittleren Tertile wiesen im Vergleich zur unteren Tertile ein um 45 % geringeres Risiko für die Progression der MCI zur Alzheimer-Demenz auf. In der obersten Tertile lag die Verringerung auf ähnlichem Niveau bei 48 %.
(Scarmeas N et al.: Mediterranean diet and mild cognitive impairment. Arch Neurol 66 (2009) 216-225)

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.